Blog

Der Verleger

Der Verleger

Das Programm vom ersten Jahr ... klein aber fein: Du-Lac-Verlag_Katalog

 

Montag, 26 Oktober 2015 00:00

Draußen vor der Saaltür ...

Hat der Autor und Verleger Wilfried A. Hary den 30. Buchmesse-Con am 17. Oktober 2015 im Bürgerhaus in Dreieich-Sprendlingen überlebt?

Fangen wir erst einmal an: Zunächst weg vom Arbeitsplatz, meinem neuen "Druckladen" ...

... und wie geplant um 8.15 Uhr schob ich meine Sackkarre mit den Bücherkartons in den Saal des Bürgerhauses in Sprendlingen-Dreieich. Noch herrschte gähnende Leere im Gegensatz zu mir, ich gähnte nicht, denn ich hatte das Glück, bei herzensguten Freunden in der Nähe (Urberach) übernachten zu können. Noch etwas gähnte, nämlich ein Riesenloch vor der Bühne, und eine nette Dame passte auf, dass niemand hineinfiel. Vom Boden des Lochs sah ich die Hebebühne mit den Stühlen und Tischen emporfahren. In Nullkommanix hatten die zahlreichen Helfer die Tische für die Stände ausgerichtet und einer der Organisatoren legte die Zettel mit den Namen der Aussteller aus. Ich wanderte die Reihen ab, ohne den Namen meines Verlags zu finden. Erst als ich in den Vorraum trat, entdeckte ich einsam und weitab meine beiden Tische. 

Noch war ich optimistisch, denn nach Kasse, SFCD-Stand und Foyertreppe musste jeder Besucher an mir vorbei und immerhin hatte ich eine Wand dahinter, um meine Plakate anzukleben. Dann kam Wilfried A. Hary, den ich eingeladen hatte, mit mir den Stand zu teilen. Ich habe mich sehr gefreut, dass er die Einladung annahm und mit seiner Freundin Diana erschien. Nachdem wir aufgebaut hatten, meinte er, es wäre ein guter Platz, denn jeder müsse hier vorbei. Also harrten wir der Scharen von Eintretenden und Wilfried schien recht zu haben, denn bei ihm herrschte reger Betrieb.

Nun ein Einschub ...
Warum war Wilfried mein Gast?
Dazu der Text eines Flyers, den ich auf meinem Tisch ausgelegt hatte:

Warum Wilfried A. Hary mein Gast ist ...

Schon als ganz junger Bursche bekam ich ein Faible für Science Fiction, nachdem ich mit Begeisterung die Serie „Raumpatrouille Orion“ im Fernsehen verfolgt hatte. Übrigens hielten sich meine Eltern damals noch an den „Zubettgehkodex“ der ausgehenden Nachkriegszeit und schickten mich pünktlich um 21.00 Uhr ins Bett, obwohl die erste Folge „Angriff aus dem All“ noch bis 21.15 Uhr lief. Da ich den Schluss nicht sehen durfte, war ich so aufgeregt, dass ich noch um Mitternacht wachlag. Daher wurde der „Familien-Kodex“ für nächsten sieben Folgen aufgeweicht und ich durfte bis zum Ende sehen.
Danach kam die Perry-Rhodan-Phase, die jedoch endete, als meine Taschengeld nicht mehr für die erste, zweite und dritte Ausgabe wöchentlich reichte.
Bis zur Jahrtausendwende las ich hautpsächlich die amerikanischen SF-Klassiker und etliche Fantasy-Romane (u. a. Conan von Cimmeria, den „Schwerter-Zyklus“ von Fritz Leiber sowie „Herr der Ringe“), besonders der „Lensmen-Zyklus“ von E. E. Smith hatte es mir angetan – daher mein Autorennname „William Kimball Kinnison“, der „William“ allerdings ist dem Namen meines verstorbenen Vaters Willy entlehnt.
Den Abschluss dieser Phase bildete „Der stählerne Traum“ (Fiktiv-Hitlers fiktiver Roman „Herr des Hakenkreuzes“) von Norman Spinrad, danach fasste ich jahrelang kein SF- oder Fantasybuch mehr an.
Dann stieß ich auf die Website von Werner Kurt Giesa, der leider viel zu früh starb, und amüsierte mich über seine köstlichen Beiträge, die dort eingestellt waren. Über einen Verweis oder Link kam ich auf den Verlag „W. A. Hary pro“ und abonnierte dessen Serie „STAR GATE“. Wilfried Hary lobte damals einen Kurzgeschichten-Wettbewerb aus und ich schrieb, bereits in meinem sechsten Jahrzehnt lebend, meinen ersten längeren Text. Ob ich gewonnen habe? Nee, ich landete unter „ferner liefen“. Nach einiger Übung an Kurztexten verfasste ich für die Serie „STAR GATE“ fünf Heftromane unter dem Pseudonym „W. Kimball Kinnison“. (Klaus-Peter Hünnerscheidt ist mir als „Künstlername“ einfach zu lang und zu blöd – wie nannten mich gelegentlich „meine besten Freunde“? ... Hühnersch...!)

W. Kimball Kinnison:
STAR GATE # 61/62 (Doppelband) „Brückenkopf Phönix / Umsturz auf Phönix“
STAR GATE # 72 „Sturm auf Xarith“ (2. Teil eines Doppelbands)
STAR GATE # 75 „For Pers Traum“ (1. Teil eines Doppelbands)
STAR GATE # 81 „Mahlik Salem“ (1. Teil eines Doppelbands)

Wanda heiraten – oder nicht?
Erschienen im VSS-Verlag: Parallelwelten – Amazing SF Band 4 – ASIN: B00AABHHSW

Jetzt geht es weiter im Bericht ...
Bei mir war wenig los und auch bei Wilfried wurde es ruhiger, vor allem seine alten Bekannten hatten sich anfangs bei ihm eingefunden. Noch warteten wir optimistisch auf den Nachmittagsansturm der Fans.

Jedoch wurde nun langsam klar, dass wir den schlechtesten Stand-Ort von allen hatten und auch die anderen Stände im Vorraum viel weniger Publikum registrierten als die Verleger und Autoren in der Halle, denn dort drängte sich phasenweise das Publikum Schulter an Schulter durch die Gänge. Das Foyer erwies sich als ein Raum, der seiner Funktion vollauf gerecht wurde, nämlich einer Durchgangshalle: Vom Saal zur Toilette und zurück, von der Kasse gleich zur Saaltür, beim Heimgang aus der Saaltür gleich zum Ausgang, vom Saal zu den „Vorleseräumen“ und wieder zurück usw. Dass hier noch zwei Tische standen, wurde kaum wahrgenommen.

Wir lernten buchstäblich die Kehrseiten des Cons kennen, denn zu unserem Stand kam nämlich kaum einer ...

... doch HALT! Endlich standen doch mal welche vor uns ...

... nämlich Roger Murmann und Kurt Zelt, zwei der Organisatoren. Ob sie etwas gemerkt haben? Wohl kaum, denn die beiden und ihr Team haben ja ansonsten sehr gute Organisationsarbeit geleistet und können zu recht stolz auf eine gelungene Veranstaltung sein!

Jedenfalls wäre es besser, nächstes Mal die Plätze "außen vor" extra auszuloben und dafür nur die halbe Standgebühr zu erheben, sodass die Aussteller selbst die Wahl haben, diese Fehl-Plätze zu meiden oder anzunehmen! Damit die ganze Mühe vorher – zum Beispiel hatte ich extra "Quantum Suicide" von David Schwertgen für den Con drucken lassen – nicht für die Katz ist am Katzentisch.

Am Ende hatte ich jedenfalls nicht mehr Besucher als beim MarburgCon2015, denn dort standen fast alle Besucher wenigstens einmal vor mir am Tisch. Deswegen mache ich hier auch gleich Werbung für den nächsten feinen Con 2016 an der Lahn ...

Vom Marburg-Con-Team waren auf Werbetour unter anderem (v.l.): Elric Will, Thomas Will und Thomas Vaterodt

... übrigens ist Wilfried heil in seine Heimat (Saarland) zurückgekehrt und Hermann Schladt vom VSS-Verlag hat außerdem vorgeschlagen, dass "wir dreie" zusammen einen Stand beim MarburgCon 2016 organisieren sollten ... denn geballt wären wir "Die Macht der Drei*"!

* Dies ist der Titel eines Romans von Hans Dominik, der auch ein Lieblingsautor meiner Jugendzeit war. 

Dienstag, 20 Oktober 2015 00:00

Kurzgeschichtenwettbewerb zum Zweiten ...

Das Faltblatt kann als PDF-Datei heruntergeladen werden: Faltblatt-PDF

Dienstag, 20 Oktober 2015 00:00

Kurzgeschichtenwettbewerb zum Ersten ...

Was dachte ich mir dabei, als ich diesen Kurzgeschichtenwettbewerb ausschrieb?

Bisher gab es stets ein weit gefasstes Thema, sodass die Autorinnen und Autoren viel "Spielraum" hatten und die verschiedenfältigsten Geschichten entstanden und bewertet wurden. Bewertet wurde vor allem der Einfallsreichtum und die Originalität der Geschichte.

Ich schreibe es gleich vorweg: In einem Rutsch geschriebene und daher stilistisch sicherlich wackelige Storys werden wenig Chancen haben. Die Autorinnen und Autoren "dürfen" sich ruhig ein wenig Mühe machen, am Satzbau zu feilen. Die Stilwertung macht die Hälfte der Gesamtnote aus!

Neu sind zwei Ansätze: Zum einen ist der Ausgangspunkt der Geschichte mehr oder weniger "vorgeschrieben", weil eine Absicht mit diesem Wettbewerb verfolgt wird. Nämlich herauszufinden, ob es unterschiedliche Handlungsweisen bei den beiden Geschlechtern (ich bin dieses Mal mal "politisch unkorrekt" und lasse Trans- und Intersexuelle außen vor; vielleicht reicht's ja mal für einen "All-Gender-Writer-Contest ...) geben wird. Die Frage also zu beantworten: Gingen oder gehen Frauen anders um mit (All-)Macht als Männer oder nicht? Daher zum Zweiten gibt es eine Wettbewerbs-Premiere, nämlich zwei Wertungen getrennt nach Geschlechtern. Aber die Weiblichkeit bekommt trotzdem die Gelegenheit, die Männlichkeit zu übertrumpfen, indem sie mit einem überragenden Beitrag die Gesamtwertung für sich entscheidet.  

Nun also Griffel gespitzt und ... ähm ... ja wohl nicht mehr nötig, denn es gibt ja gar keine manuelle Vorbereitung mehr, weil fast jedefrau und jedermann heutzutage genug Hornhaut auf den Zeigefingerkuppen hat.

Während ich mit meiner Freundin Ende März 2014 im Zinnowitz auf Usedom eine Woche Urlaub in einer Ferienwohnung verbrachte, deckten wir uns im nahe gelegenen EDEKA-Markt mit Proviant ein. Mich trieb es in die Getränkeabteilung und dort entdeckte ich, dass es Störtebeker-Bier gibt. Kein Wunder, denn die Brauerei in Stralsund ist nicht weit entfernt.

 

 

Sofort machte ich ein Foto von dem Werbebanner, denn ich war davon angetan, weil im Du-Lac-Verlag bald ein Störtebeker-Roman erscheinen sollte. Jedoch blieb unsere FeWo alkoholfrei und bis zum Sommer 2015 schlummerte dieses Erlebnis in meinem Gedächtnis. An die frisch gefangenen und sofort von meiner Freundin zubereiteten Heringe dachte ich hingegen des öfteren.

 

 

Juli 2015: Ich hatte einige Freunde und Bekannte zu einem sommerlichen Beisammensein in meinen Garten eingeladen. Von einem der Herren wurde schon im Voraus jene Biermarke gewünscht, eher vorbestellt, deren Logo die Trikots des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel ziert. Als Edel-Fan war es für ihn Ehrensache bevorzugt das Getränk des Hauptsponsors zu konsumieren. Natürlich wollte ich ihm diesen Wunsch erfüllen und steuerte mit meinem Wagen, also einen Einkaufswagen, durch die Regalgassen meines Stammgetränkemarkts direkt auf die Kistenstapel mit dem KSV-Sponsoren-Stöffchen zu. Unversehens machte ich eine Vollbremsung, denn ich las: „Störtebeker“. Tatsächlich standen neben mir einige Kisten mit verschiedenen Sorten Bier aus jener Brauerei in Stralsund – zum ersten Mal hier angeboten. Ich zögerte, denn gerade war der Störtebeker-Roman vom Du-Lac-Verlag herausgegeben worden. Auf diese Weise könnte ich doch ein originelles Produktplacement arrangieren, dachte ich mir. Also kaufte ich drei verschiedene Sorten davon. So ganz geheuer war mir aber nicht, denn ich kannte die hohen Ansprüche meiner Freunde und der Geschmack dieses Bieres war mir ja unbekannt.  

Aber es wurde ein voller Erfolg, denn niemand vermisste irgendeine „Hausmarke“. Im Gegenteil, die unbekannte Biermarke wurde sehr gelobt. Daher kann ich auf dem Foto nur leere Flaschen präsentieren, denn meine Gäste ließen nichts übrig.

Nun hoffe ich, dass der Störtebeker-Roman auch ein Erfolg wird, nicht nur in Nordhessen, sondern vor allem auch im Norden …

 

 

Klaus-Peter Hünnerscheidt

Herzlichen Dank an Harald, Nina, Petra, Herrn Neuman, Andrea und Florian für's Mitmachen!

Es hätte ja auch eine Grafik gereicht oder ich verteile ein paar Münzen, Briefmarken und Banknoten auf einem Tisch.

Bei "Titel in Vorbereitung" kann man jedoch bereits sehen, dass der Aufwand sich gelohnt hat.

Und es war richtig, einen Profi für das Foto zu engagieren: Thomas Edel.

Was er kann, sieht man auf seine Website: http://www.creativ-art-digital.de

... und nun "drängeln" sich noch Autor Mario und Verleger Klaus-Peter zu den Darstellern für's Erinnerungsfoto.

Der Du-Lac-Verlag bezieht die Autoren bei der Herstellung ihrer Bücher mit ein!

Donnerstag, 08 Mai 2014 02:00

… und es geht weiter

Ohne Fleiß kein Preis! Dieser Spruch gilt auch für mich, denn ich möchte gute Bücher machen. Darum kann ich auch damit leben, eine Website zu präsentieren, auf der noch kein einziges Buch bestellt werden kann. Auf die Schnelle zweitklassige Ware zu produzieren, kommt für mich nicht in Frage.

Inzwischen habe ich einen Vertrauensvorschuss erhalten – ich darf das Stadtteilemagazin „Kassel – östlich der Fulda“ produzieren!

Darf? Seit wann muss ein Verleger dürfen? In diesem Fall stimmt es, denn es dreht sich um ein soziales Projekt, welches nicht gewinnorientiert ist. Was ich denn dann davon habe? Zumindest wird mein Einsatz belohnt. Sicherlich ist es eine gute Werbung für mich, denn wie ich schon geschrieben habe, mache ich bei der Qualität keine Abstriche.

Außerdem habe ich hiermit mein erstes Werk auf meinem vierten Standbein, nämlich dem „heimatverbundenen“!

Daher werde ich eher wenige ansprechende Werke verlegen, als der Verssuchung zu verfallen, Massenware auf den Markt werfen. Der Käufer eines Buchs aus dem Du-Lac-Verlag kann sich darauf verlassen, dass er für sein Geld einen einwandfreien Gegenwert erhält. Im Gegenzug wünsche ich mir von dem Käufer die Einsicht, dass es bei mir keine Ramschpreise gibt.

Im Sommer erscheint das erste Werk aus dem Du-Lac-Verlag: die Ausgabe Juli bis September 2014 des Stadtteilemagazins „Kassel – östlich der Fulda“! Das Heft ist kostenlos für alle Bewohner der Stadtteile Bettenhausen, Forstfeld, Unterneustadt und Waldau. Fortgezogene und Interessierte können es sich schicken lassen gegen eine Erstattung der Kosten und des Aufwands (dieser Betrag wird leider über vier Euro liegen, aber es geht wirklich nicht anders). Es wird auch ein Abonnement angeboten werden.

Apropos: Parallel zu dem Magazin wird ein Internetauftritt erstellt und stets aktuell am Laufen gehalten. Von wem wohl? Ja, von Herrn Gedik, dem kreativen Gestalter meiner Verlags-Website! Darum habe ich ja auch die Firma GuW gewürdigt, indem ich sie den Autoren gleichgestellt habe.

Und jetzt gehe ich wieder an die Arbeit, denn ...

Freitag, 28 März 2014 01:00

Es kann losgehen ...

Das Schild hängt und die gute Fee – meine liebe Freundin – hat mir eine exotische Planze fürs Büro geschenkt! Es kann losgehen ... ich bin ab sofort Verleger!

Noch einer? Und kann er‘s denn überhaupt?

Die Voraussetzungen dafür könnten gegeben sein ...
Ich bin gelernter Mediengestalter – ich kann ein Buch selbst gestalten.
Ein Meisterbrief hängt bei mir: Industriemeister Druck – Bücher machen ist mein Handwerk.
Eine Druckerei war mein eigen: „Der Druckladen“ – ich verstehe etwas vom Geschäft.
Von klein auf lese ich mit Begeisterung – Bücher sind ein Teil meines Lebens.
Seit über zehn Jahren schreibe ich selbst – ich verstehe einiges vom Lektorieren.
Ich habe einen gewissen Anspruch: Lieber ein Buch nicht verlegen als ein schlechtes auf den Markt bringen!

Ich wünsche mir ein gutes Händchen bei der Auswahl und Herstellung der Titel und brauche auch etwas Fortune, dass ich den Geschmack der Leserschaft treffe, denn für die Halde möchte ich nicht produzieren.

... und jetzt öffne ich InDesign und konstruiere die nächste Grafik für das Werk von Mario Anacker.

Seite 2 von 2

Du Lac Verlag SW

Verlegen funktioniert nicht über Fehlervermeidung. Man muss so viel richtig machen, dass die Fehler, die man macht, nicht mehr ins Gewicht fallen.

Frei nach Jürgen Klopp, dem ehemaligen Cheftrainer der professionellen Fußballmannschaft vom Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund

Kontakt

Adresse:
Helsaer Straße 41,
34123 Kassel
Hessen

Newsletter

Wenn Sie uns Name und E-Mail-Adresse mitteilen, senden wir Ihnen E-Mails, wenn es etwas Neues aus dem Umfeld des Du-Lac-Verlags gibt.

Anmeldung