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12 Apr

Präsentationsnoten – das unterschätzte Nebengebiet der Notaphilie!

Präsentations- oder auch Werbenoten werden nur von zugelassenen Sicherheitsdruckereien zur Auftragsgewinnung hergestellt. Auch wenn Scheine dieser Art keine Zahlkraft haben, erfüllen solche Vorlagestücke einen sehr hohen drucktechnischen Sicherheitsstandard. Sinnvoller Weise beweisen entsprechende Firmen ihr volles Können und sparen weder an Papierqualität, Sicherheitsmerkmalen oder an ausgefeilter Drucktechnik.
Der tiefere Sinn dieser Scheine besteht allein darin, Auftraggeber für den Banknotendruck zu aktivieren. Von daher landen diese Stücke bei staatlichen Institutionen und Ministerien, seltener auch bei Wirtschaftsunternehmen, welche Druckaufträge mit Sicherheitstechnik zu vergeben haben. Es bleibt zu vermuten, dass viele unterschiedliche Varianten von Präsentationsnoten existieren und nur selten auf den Sammlermarkt gelangen. Dieses hat zur Folge, dass viele Sammler diese Drucke mit Testscheinen, Probedrucken oder Fantasieerzeugnissen verwechseln, was auch nicht verwunderlich ist, da es keine offizielle Auflistung solcher Scheine gibt. Ein Problem, was eine genaue Bestimmung dieser Noten erheblich erschwert. Jedoch unterscheiden sich Präsentationsnoten in der Regel durch Vollendung und hohen Sicherheitsstandard von anderen Drucken.
Bei den mir bekannten Stücken gibt es weder eine Währungsbezeichnung noch eine Nennung von Zentral- oder Nationalbanken. Die aufgedruckte Summe gilt daher als Unit (Einheit) und ist bei der Wertbestimmung nur dann relevant wenn gleichartige Stücke mit unterschiedlichen Nennwerten existieren. Weitere Erkennungsmerkmale finden sich am vorhandenen Sicherheitspapier, Intaglio (Stichtiefdruck) meist kombiniert mit weiteren Druckverfahren und den üblichen Sicherheitsmerkmalen richtiger Geldscheine.
Sammler sollten dieses chancenreiche Nebengebiet der Notaphilie nicht unterschätzen und den nur selten am Markt auftauchenden Stücken eine besondere Beachtung schenken. Denn was selten ist, wird auch schnell wieder verschwunden sein. Als Fazit sei gesagt, dass Präsentationsnoten und Probedrucke ein Geheimtipp mit Potential sind und sich die Ausschau nach solchen Stücken zum gegenwärtigen Zeitpunkt schon in naher Zukunft rentieren wird!

Die Abbildung zeigt eine Präsentationsnote der „Österreichischen Banknoten und Sicherheitsdruck GmbH“ im Nennwert von 2.000 Einheiten (Unit) und Motiv von Gustav Klimt.

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Du Lac Verlag SW

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Frei nach Jürgen Klopp, dem ehemaligen Cheftrainer der professionellen Fußballmannschaft vom Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund

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