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09 Feb

Briefmarken und Co richtig verkaufen!

Sie haben Briefmarken geerbt oder wollen Ihre Sammlung zum bestmöglichen Preis verkaufen. Dann werden Sie schnell feststellen, dass dieses Vorhaben nicht sehr einfach ist, da der Markt in weiten Teilen übermäßig gesättigt ist. Jedoch stehen in den meisten Fällen unterschiedliche Wege für eine Veräußerung Ihrer Sammlung offen.
Grundsätzlich sollte als erster Schritt immer eine realistische Werteinschätzung gemacht werden, da eine plumpe Vermutung oder Fehleinschätzung unweigerlich zum Misserfolg führt. Von daher ist es keine Seltenheit, dass der Verkäufer sich selbst im Weg steht.
Sofern Sie in der Lage sind, eine Werteinschätzung anhand aktueller Preiskataloge selbst vorzunehmen, fixieren Sie den Preis nicht höher als 25 Prozent der aktuellen Katalognotierung. Berücksichtigen Sie, dass sämtliche Preisnotierungen bereits Händlerverkaufspreise darstellen und Händler gegenwärtig ihre Briefmarken bereits unter 50 Prozent anbieten müssen.
Sollten Sie den Wert ihrer Sammlung nicht selbst bestimmen können, bleibt Ihnen der Weg, einen Sammler im Bekanntenkreis zu fragen, sich an einen Philatelie-Verein zu wenden oder einen Briefmarkenhändler schätzen zu lassen. Seien Sie jedoch bei der Schätzung immer persönlich anwesend und tun Sie unter keinen Umständen die Sammlung unbeaufsichtigt lassen, da sehr schnell hochwertiges Material ausgetauscht werden kann!
Oftmals werden Sie feststellen, dass Händler aufgrund großer Lagerüberhänge nur schlechte Angebote machen oder von einem Ankauf komplett Abstand nehmen. In diesem Fall bleibt Ihnen nur der Privatverkauf über Zeitungsanzeigen oder Handels-/Auktionsplattformen via Internet. Tritt jedoch der Fall ein, dass Händler für eine Sammlung Angebote über 1.000,- Euro machen, sollten Sie vorzugsweise einen Kontakt zu einem eingesessenen Auktionshaus herstellen. Es bleibt zu vermuten, dass Ihre Sammlung insgesamt hochwertig ist oder seltene Einzelstücke darin versteckt sind, die der Händler schnell ausfindig gemacht hat. In diesem Fall wäre der Verkauf über ein Briefmarken-Auktionshaus der gewinnträchtigste Weg, da man in dieser Sparte wesentlich höhere Verkaufspreise erzielt als auf anderen Wegen. Auch dann, wenn sich der Verkauf deutlich länger hinzieht, und Sie von dem Erlös eine Provision zahlen müssen. Zudem haben Sie den Vorteil, dass die Kaufabwicklung durch den Auktionator abgesichert ist und Sie sicher an den Verkaufserlös kommen.
Als Fazit sei gesagt, dass ein erfolgreicher Verkauf immer eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, da das erste Angebot nicht immer gleich ein gutes sein muss. Dieses gilt nicht nur für Briefmarken und Co!

2 Kommentare

  • Kommentar-Link Der Druckladen Montag, 31 Juli 2017 07:52 gepostet von Der Druckladen

    Antwort von Mario Anacker:
    Es existieren sehr viele hochwertige Sammlungen und seltene Einzelstücke, die von Sammlern oder Nachlassempfängern über Auktionshäuser erfolgreich angeboten werden. Oftmals handelt es sich um alte Belege (Briefe, Ansichtskarten etc.), die mit diversen Marken und Poststempeln als Einzelstücke gelten. Mittlerweile gehören nicht nur Privatsammler, sondern auch zunehmend Fachhändler zu den Auktionskunden. Insgesamt ein großer Marktanteil.

  • Kommentar-Link AuktionsFan Samstag, 29 Juli 2017 17:42 gepostet von AuktionsFan

    Sehr interessant, vielen Dank.
    Haben Sie auch schon mal von Fällen gehört, die über Auktionen gelaufen sind? Gibt ja nicht viele von den wirklich seltenen Marken oder?

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